Krav Maga
Krav Maga ist ein modernes, eklektisches israelisches Selbstverteidigungssystem, das bevorzugt Schlag- und Tritttechniken nutzt, aber auch Grifftechniken, Hebel und Bodenkampf beinhaltet. Es zeichnet sich durch einfache Techniken aus.
Natürliche und instinktive Reaktionen werden im System berücksichtigt und sinnvoll eingebunden. Besonders das richtige Reagieren unter Stress wird trainiert.
Zusätzlich geht es auch darum, Gefahren frühzeitig zu erkennen und durch geschicktes Verhalten dem Konflikt auszuweichen oder den Gegner zu entwaffnen.
Der Name Krav Maga bedeutet Kontaktkampf, wobei Krav Kampf und Maga Kontakt bedeutet.
Die Ursprünge des Krav Maga gehen auf den Imrich Lichtenfeld zurück.
Lichtenfeld hatte von seinem Vater, einem Polizisten, Techniken des Jiu Jitsu erlernt und war später als Boxer und Ringer erfolgreich.
Aus seiner Erfahrung in diesen drei Kampfsportarten entwickelte er eigene Selbstverteidigungstechniken.
Im damaligen britischen Protektorat Palästina unterrichtete Lichtenfeld, zuerst mit britischer Unterstützung, Nahkampf in den zionistischen Untergrundorganisationen Haganah und Palmach.
Nach Gründung des Staates Israel 1948 wurde er Nahkampfausbilder in der israelischen Armee.
Nach seiner Tätigkeit in der israelischen Armee adaptierte Lichtenfeld das militärische Krav Maga für Polizisten und Zivilisten.
Dazu wurden die Techniken der nichtmilitärischen Rechtslage angepasst
Heute wird Krav Maga weltweit unterrichtet.
Dabei muss zwischen drei Zielgruppen unterschieden werden: Krav Maga für Privatpersonen: zur Selbstverteidigung, zur Deeskalation, zur Stressresistenz und mit Zusatznutzen für die Gesundheit und Fitness Krav Maga für den Sicherheitsbereich und die Polizei Krav Maga für das Militär Die Zielsetzung für Privatpersonen besteht darin, effektive und einfache Methoden zu erlernen, um sich gegen Gewalt wehren zu können.
Für viele gibt der Spaß- und Fitnessfaktor den Ausschlag, Krav Maga zu trainieren. Im Sicherheitsbereich und bei der Polizei liegen die Schwerpunkte der Ausbildung in Deeskalation, Eigenschutz, Einsatztaktik, Personenschutz, Veranstaltungsschutz sowie Abführ- und Kontrolltechniken